Instrumente
Unsere gemeinsame Leidenschaft ist die schottische Musik.
Daher spielen wir traditionelle schottische Lieder, wozu ältere und neuere Kompositionen aber darüber hinaus auch moderne und populäre Lieder zählen, um ein abwechslungsreiches Programm bieten zu können.
Musik
Die Musik, die auf dem Dudelsack gespielt wird, ist einzigartig in ihrer Spielweise und in ihrer Wirkung auf die Menschen!
Es heißt Musik ist Magie und Dudelsackmusik ist für uns die eindrucksvollste und schönste Form dieser Magie!
Doch was verbinden die Menschen heute mit Dudelsackmusik und was ist es wirklich?
Allgemein wird der Dudelsack als ein Militärinstrument angesehen, was hauptsächlich auf Marschmusikausgelegt ist und für Kriege entwickelt wurde.
Diese Auffassung wird dadurch bestärkt, dass der Dudelsack nach der Schlacht von Culloden 1746 in einem gerichtlichen Urteil als Kriegswaffe bezeichnet wurde um einem angeklagten Piper die Todesstrafe aufdrücken zu können. Natürlich hat der schottische Dudelsack eine lange Tradition, die auch teilweise stark durch das Militär und Kriege geprägt wurde, aber in erster Linie ist er ein Musikinstrument, ein ganz besonderes Instrument zwar aber man kann Musik machen. Und diese Musik ist eindeutig vielfältiger als bloß Märsche und Amazing Grace!
Die Dudelsackmusik hat die verschiedensten Liedarten hervorgebracht: Piobaireachd, Laments, Slow Airs, Marches, Strathspeys, Reels, Jigs und Hormpipes.
Piobaireachd (sprich: Pibroch) ist dabei die älteste, die klassische Form der Dudelsackmusik. Es gilt auch heute noch als höchste Kunst Lieder dieser Gattung zu spielen, da sie das Schwierigste sind, was die Dudelsackmusik hervorgebracht hat. So ergibt es sich auch, dass diese Lieder teilweise 15 Minuten oder länger dauern können!
Diese Tatsache und die das die Lieder getragen gespielt werden und sich Passagen oft wiederholen machen Piobaireachds sehr gewöhnungsbedürftig.
Der Lament ist ebenfalls eine Liedgattung, die bereits sehr alt ist und die auch sehr langsam und getragen gespielt wird. Doch Laments sind vornehmlich für die Totenklage gedacht und sind somit, früher wie heute auf Beerdigungen zu hören.
Die Slow Airs kommen den modernen Vorstellungen von Dudelsackmusik schon sehr nahe. Auch sie werden getragen gespielt und wirken beruhigend. So sind zwei der berühmtesten Melodien der Welt dieser Liedart zuzuordnen: „Highland Cathedral“ und „Amazing Grace“.
Die Märsche, in der Fachsprache Marches, stellen die bekannteste Liedart dar, die auf Dudelsäcken gespielt wird. Sie stellen damit das Klischee der Dudelsackmusik dar, auch wenn sie essentiell sind. Die meisten Märsche stammen aus der militärischen Tradition des Dudelsacks und sind meist in Anlehnung an Schlachten geschrieben worden oder um militärische Traditionen auszudrücken. Eine bekannte Melodie, die den Nationalstolz der Schotten sehr gut trifft, ist wohl „Scotland the Brave“.
Die Strathspeys sind Tanzlieder, die sich aus der Fiddlemusik entwickelt haben. Der Strathspey entstand wohl ursprünglich in der gleichnamigen Region aus dem Slow Reel. Die erste namentliche Erwähnung erfolgte 1653 als Stravetspy. Gemeint ist wohl das Tal (strath) des Flusses Spey. Strathspeys sind langsamere Tänze wie zum Beispiel die Lieder „Susan MacLeod“ oder "Pipers Bonnet" zu denen traditionell der Highland Fling getanzt wird.
Der Reel ist eine Liedart, die einen schnellen Tanz beschreibt und in Schottland seit dem 16. Jahrhundert existiert. Vertreter dieser Liedart sind „The Mason´s Apron“ und „The Tail Toddle“.
Jigs stammen ursprünglich aus der Irischen Musik und sind dort auch heute noch weit verbreitet und beliebt. Aufgrund der räumlichen Nähe und auch der kulturellen Herkunft der Schotten und Iren setzte sich der Jig als Liedart mit der Zeit auch in Schottland durch und ist heute aus der traditionellen Dudelsackmusik nicht mehr wegzudenken. „Paddy´s Leather Breeches“ ist eine solche Melodie.
Hornpipes sind überaus schnelle Tanzlieder, die ursprünglich auf ein keltisches Rohrblasianstrument zurückgehen. Hornpipes haben in diversen Kulturkreisen eine lange Tradition, in der Dudelsackmusik kamen sie aber erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Mode. Vorher wurden sie von Dudelsackspielern als schnelle Märsche deklariert. Heute sind Hornpipes eine etablierte Liedart, die gleichzeitig einige der schönsten Dudelsackmelodien hervorgebracht hat! Beispiele für Hornpipes sind „Itchy Fingers“ und „Tam Bain´s Lum“.
Es zeigt sich also, dass die Dudelsackmusik überaus vielfältig ist und die verschiedensten Liedgattungen und Rhythmen hervorgebracht hat.

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